Ankündigung erfolgt im Rahmen des Staatsbesuchs von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Usbekistan.
Der modernisierte Standort soll zusätzliche Kapazitäten schaffen, den schienengebundenen Containertransport stärken und exportorientierte Industrien unterstützen.
Das Projekt unterstützt den Ausbau integrierter Logistiklösungen entlang der Transkaspischen Transportroute.
Im Rahmen der offiziellen Delegationsreise von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach Usbekistan kündigt die Rhenus Gruppe die Modernisierung des bestehenden Logistikterminals in Andijon an und baut damit ihre Präsenz im Land weiter aus. Der Staatsbesuch des Bundespräsidenten steht im Zeichen der wachsenden wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Usbekistan. Mit dem Terminalprojekt in Andijon leistet Rhenus in diesem Kontext einen konkreten Beitrag: Das Unternehmen stärkt moderne Logistikinfrastruktur in Usbekistan, und trägt zur Entwicklung stabiler Handelsrouten entlang der Transkaspischen Transportroute bei.
Ausbau in drei Phasen stärkt Straße-Schiene-Verkehre
Das Modernisierungsprojekt in Andijon markiert einen wichtigen Meilenstein in der strategischen Zusammenarbeit zwischen Rhenus und der usbekischen Staatsbahn „Uzbekiston Temir Yollari“. In drei Phasen soll der bestehende Standort zu einem leistungsfähigen Straße-Schiene-Kombiterminal weiterentwickelt und an die Anforderungen moderner Logistik angepasst werden.
Mit der Modernisierung sollen zusätzliche Umschlagskapazitäten geschaffen, der schienengebundene Containertransport gestärkt und neue Logistikdienstleistungen am Terminal ermöglicht werden, darunter auch Lagerlogistiklösungen. Zudem wird der Standort künftig über eine gleichzeitige Lagerkapazität von rund 2.000 TEU sowie eine Gleisinfrastruktur mit insgesamt rund 1.140 Metern Gleislänge verfügen. Modernisierungsarbeiten sollen im Juli 2026 beginnen. Nach Abschluss der ersten Phase wird erwartet, dass das Terminal eine jährliche Umschlagskapazität von rund 200.000 TEU erreicht. Das Investitionsvolumen für diese Phase wird auf etwa 11 Millionen Euro geschätzt. Diese Arbeiten schaffen die Grundlage für die weitere schrittweise Entwicklung des Terminals.
Modernisierung unterstützt Industrie und Handel im Ferghana-Tal
Mit dem Projekt stärkt die Rhenus Gruppe nicht nur Usbekistans Rolle als Transitregion zwischen Asien und Europa, sondern unterstützt auch die wirtschaftliche Entwicklung im Ferghana-Tal – einer der bevölkerungsreichsten und industriell bedeutendsten Regionen des Landes.
„Durch zusätzliche Kapazitäten und zuverlässigere Transportprozesse an dem Standort Andijon schaffen wir bessere Voraussetzungen für eine der wichtigsten Wachstumsregionen Usbekistans. Davon profitieren insbesondere exportorientierte Industrien im Ferghana-Tal, darunter die Textilbranche“, sagt Heinrich Kerstgens, Delegationsmitglied und Director Board Projects der Rhenus Gruppe.
Die Rhenus Gruppe ist seit 1997 in Usbekistan im Speditions- und Logistikbereich aktiv und richtet ihr Engagement in Zentralasien seit 2022 strategisch stärker auf eigene integrierte Logistikstandorte aus. Das Projekt in Andijon wird gemeinsam mit der Usbekischen Eisenbahn und ihrer Tochtergesellschaft AO „UzTemirYulKonteyner“ über das im Januar 2025 gegründete Joint Venture „UzContargo Andijon“ entwickelt. Die Zusammenarbeit baut auf früheren Vereinbarungen zwischen Rhenus und der Usbekischen Eisenbahn auf, gemeinsam Terminalinfrastruktur in Usbekistan weiterzuentwickeln und den schienengebundenen Containertransport zu steigern.



