- Rhenus, der Hafen Aktau und Kasachstans nationale Eisenbahngesellschaft Kazakhstan Temir Zholy setzen sich für ein trimodales Containerterminal am Kaspischen Meer ein.
- Die Partnerschaft unterstützt die Entwicklung der Verkehrsverbindungen zwischen Kasachstan und Deutschland im Rahmen des Transkaspischen Internationalen Transportkorridors und der EU-Initiative „Global Gateway“.
- Das Projekt in Aktau ist Teil der langfristigen Strategie von Rhenus, das eigene Logistiknetzwerk zwischen China, Zentralasien, dem Kaspischen Raum und Europa weiterzuentwickeln.
Die Rhenus Gruppe baut ihr Engagement in Kasachstan weiter aus. Im Rahmen des offiziellen Deutschland-Besuchs des kasachischen Präsidenten Kassym-Jomart Tokajew haben die Rhenus Group und der Aktau International Sea Trade Port eine Vereinbarung unterzeichnet, die die nächsten Schritte für die gemeinsame Vorbereitung eines trimodalen Containerterminalprojekts am Kaspischen Meer festlegt.
Das Projekt ist Teil der langfristigen Strategie von Rhenus, zuverlässige und leistungsfähige Transport- und Logistikverbindungen zwischen China, Zentralasien, dem Kaspischen Raum und Europa zu entwickeln. Dabei geht es nicht nur um die Schaffung zusätzlicher Kapazitäten, sondern auch um die schrittweise Integration bestehender und neuer Logistiklösungen entlang des Transkaspischen Korridors in ein belastbares und vernetztes Gesamtsystem.
„Die strategische Bedeutung des Transkaspischen Korridors steht heute kaum noch zur Diskussion. Entscheidend ist vielmehr, aus einzelnen Infrastrukturprojekten Schritt für Schritt ein leistungsfähiges Netzwerk zu schaffen, in dem Kapazitäten, operative Services und starke Partnerschaften entlang der gesamten Route ineinandergreifen. Kasachstan spielt dabei eine Schlüsselrolle zwischen China, Zentralasien, dem Kaspischen Meer und Europa. Die nächsten gemeinsamen Schritte mit unseren Partnern sind deshalb wichtige Bausteine unseres langfristigen Engagements in der Region“, sagt Tobias Bartz, CEO der Rhenus Gruppe.
Aktau: vom Hafenstandort zum multimodalen Logistikdrehkreuz
Im Mittelpunkt der weiteren Zusammenarbeit steht die Entwicklung eines trimodalen Containerterminals im Aktau International Sea Trade Port. Die unterzeichnete Vereinbarung ist Grundlage für den Übergang in die gemeinsame Projektvorbereitung.
Das geplante Terminal soll See-, Schienen- und Straßenverkehre miteinander verbinden und auf einer Fläche von mindestens 30 Hektar entstehen. Nach der aktuellen Projektkonzeption soll das Terminal eine zusätzliche Umschlagkapazität von mindestens 150.000 TEU pro Jahr schaffen und damit die Rolle Aktaus als wichtigen Umschlagpunkt auf der Transkaspischen Internationalen Transportroute weiter stärken.
Die Entwicklung in Aktau trägt zur Stärkung des kasachischen Abschnitts des Mittleren Korridors bei. In diesem Zusammenhang arbeitet Rhenus auch eng mit Kazakhstan Temir Zholy, der nationalen Eisenbahngesellschaft Kasachstans, zusammen. Die gemeinsame Arbeit zielt darauf ab, die Leistungsfähigkeit des Korridors weiterzuentwickeln und zusätzliche Wachstumschancen entlang der Route zu erschließen.
Gerade Aktau verdeutlicht dabei die Bedeutung einer engen Verzahnung verschiedener Verkehrsträger, Infrastrukturbetreiber und Logistikpartner für die weitere Entwicklung des Korridors.
„Die Zusammenarbeit mit Rhenus eröffnet neue Möglichkeiten für die Entwicklung des Transitpotenzials Kasachstans. Das gemeinsame Terminalprojekt im Hafen Aktau wird zu einem wichtigen Bestandteil unserer Logistikinfrastruktur und schafft eine Grundlage für die weitere Vertiefung der Partnerschaft. Wir sind an einer weiteren Zusammenarbeit mit Rhenus interessiert, unter anderem beim Ausbau des Terminalnetzwerks in wichtigen Märkten Europas und Asiens sowie bei der Entwicklung der Infrastruktur entlang des Transkaspischen Internationalen Transportkorridors“, sagt Yelzhas Otynshiyev, Vorstandsvorsitzender von Kazakhstan Temir Zholy.
In den nächsten Projektphasen sollen unter anderem die erwarteten Güterströme und Transportkorridore analysiert sowie die technische und wirtschaftliche Machbarkeit weiter geprüft werden.
Von einzelnen Projekten zu einem integrierten Netzwerk
Rhenus ist seit 30 Jahren in Kasachstan aktiv und ergänzt ihre operative Präsenz zunehmend mit gezielten Investitionen. Anfang 2026 hat das Unternehmen sein Netzwerk durch den Erwerb eines schienengebundenen Terminals in der Region Almaty erweitert. Der Standort bietet zusätzliche Terminal-, Depot- und multimodale Kapazitäten und stärkt die Anbindung der Region an internationale Transportverbindungen.
Der Ansatz reicht dabei über Kasachstan hinaus. Die Rhenus Gruppe ist heute in den wichtigsten Märkten entlang des Transkaspischen Korridors vertreten, darunter Usbekistan, Aserbaidschan, Georgien und die Türkei. Langfristiges Ziel ist es, Terminals, Depots, Schienen- und Seeverkehre sowie Speditionsleistungen entlang der gesamten Route enger miteinander zu verzahnen und schrittweise in das europäische Logistik- und Terminalnetzwerk des Unternehmens zu integrieren. So sollen einzelne Infrastrukturprojekte nach und nach zu einem zuverlässigeren und planbareren Logistiknetzwerk zwischen Asien und Europa zusammenwachsen.


