Interview mit Marcel Meyer – Geschäftsführer
Leiter Controlling & Unternehmensentwicklung

Marcel hat schon immer gerne mit Zahlen jongliert, heute bereichert er unser Team als Geschäftsführer sowie Service Center Leiter Controlling und Unternehmensentwicklung. Im Interview mit ihm lernen wir mehr darüber, welcher Weg ihn zu Rhenus geführt hat und welchen Challenges er sich in unserer Arbeitswelt stellt.

Marcel Meyer

Wie ist Marcel zu uns gekommen?

Für mich als Zahlenmensch stand früh fest, dass meine Wahl auf ein Studium im Bereich Finanzen, Rechnungswesen und Controlling fallen wird. Bereits während meiner Studienzeit habe ich durch Praktika und Werkstudententätigkeiten erste praktische Erfahrung im Finanzbereich gesammelt. Für den Einstieg ins Berufsleben standen mir unterschiedliche Optionen offen. Ich habe mich für die Unternehmensberatung entschieden, wo ich auch mehrere internationale Projekte begleitet und umgesetzt habe. Nach drei Jahren durfte ich mich in einem Unternehmen der Energiebranche der nächsten beruflichen Herausforderung stellen. Dort habe ich verschiedene Controlling-Abteilungen durchlaufen und war schlussendlich Abteilungsleiter im operativen Controlling. Nach sieben Jahren ergab sich für mich dann die Chance, als Leiter des Service Center Controlling bei Rhenus einzusteigen.

Warum ist seine Wahl auf die Rhenus Gruppe gefallen?

Da gibt es eine ganze Reihe von Gründen. Natürlich habe ich auf die Schilderungen aus den Vorstellungsgesprächen vertraut, ich kann jedoch jetzt sagen, dass meine Erwartungen noch übertroffen wurden. Zudem habe ich den gesamten Recruiting-Prozess als überaus angenehm empfunden. Ich hatte durchweg das Gefühl, dass ein ernsthaftes Interesse an meiner Person bestand und auch darauf geachtet wurde, ob ich als Mensch in das Unternehmen passe. In den Gesprächen konnte ich auch schon viel über Rhenus und die Aufgaben des Service Center Controllings (SC) erfahren. Und was soll ich sagen, die Aufgaben passen super zu meinen fachlichen Qualifikationen und zu dem, was mir Spaß macht. Auch die Unternehmenskultur war für mich ausschlaggebend, denn Rhenus ist von einer starken Hands-on-Mentalität geprägt und ich mag es, mich in einem Umfeld einbringen zu können, in dem pragmatisch und sachorientiert gearbeitet wird.

Um welche täglichen Aufgaben geht es in Marcels Abteilung?

Wir im SC Controlling erstellen jeden Monat die Erfolgsrechnung für die gesamte Rhenus-Gruppe, die wir dann dem Vorstand und den Geschäftsführern zur Verfügung stellen. Eine weitere Aufgabe stellen die Budgetierung und Mittelfristplanung dar. Auf Basis der operativen Planungen der dezentralen Einheiten erstellen wir ein finanzwirtschaftliches „Bild“ von Rhenus im kommenden und in den darauffolgenden fünf Jahren. Sowohl für das Monatsreporting als auch für die Budgetierung und Mittelfristplanung stellen wir eine zentrale Datenbank zur Verfügung, sie stellt die Grundlage für die Prozesse dar. Unsere Abteilung übernimmt dabei auch die Betreuung und Administration des IT-Systems. Gerade diese Verbindung von fachlichen Themen und IT-seitiger Umsetzung stellt für mich einen spannenden Aspekt meiner Arbeit dar. In Bezug auf die operativen Controller ist mir eine gute Zusammenarbeit sehr wichtig. Es gehört zu unseren Aufgaben, die dezentralen kaufmännischen Bereiche mit IT-Systemen, Methoden und Wissenstransfer zu unterstützen und die Kollegen so in ihren operativen Aufgaben zu entlasten. Dafür müssen wir aber wissen, wo aktuelle Probleme liegen und wie wir helfen können. Wir versuchen, als Ansprechpartner präsent zu sein und die Operativen beispielsweise bei neuen Projekten zu supporten. Entsprechend pflegen wir einen engen Kontakt zu den Controllern der Einheiten und vernetzen diese auch untereinander. Neben unseren regelmäßigen Aufgaben fallen natürlich auch Sonderprojekte an, die wir betreuen. Das kann zum Beispiel der Aufbau eines Investitionscontrollings sein oder die Begleitung des SAP Rollouts in der Gruppe. In der Vergangenheit haben wir eines unserer Geschäftsfelder bei der Umsetzung eines treiberbasierten Forecasts unterstützt. Dieser hilft zum einen dabei, weitere Transparenz über die Ergebnistreiber zu erhalten und ist außerdem ein wirkungsvolles Tool zur Effizienzsteigerung.

Was macht die Arbeit bei Rhenus so besonders?

Durch die flachen Hierarchien und kurzen Entscheidungswege können wir sehr flexibel auf neue Heraus- und Anforderungen reagieren und neue Prozesse schnell etablieren. Gleichzeitig wird bei Rhenus ein gewisser Pragmatismus gelebt. Wir schauen also, was wir wirklich brauchen und entwickeln dann passgenaue Lösungen außerhalb des Standards. Zudem versuche ich auch als zentrale Einheit, einen engen Kontakt zu den Operativen zu etablieren. Zum einen hat mir in meinem bisherigen Berufsleben das Arbeiten immer dann am meisten Spaß gemacht, wenn ich nah am eigentlichen Geschehen war. Zum anderen sehe ich es als eine meiner Aufgaben an, dort zu unterstützen. Wir dürfen nämlich nie vergessen, dass in den operativen Bereichen die Ergebnisse der Rhenus erwirtschaftet werden, die am Ende auch die Zentralfunktionen finanzieren.

Was war die bislang größte Herausforderung für Marcel?

Die größte Herausforderung bestand für mich darin, die Geschäftsmodelle und den Aufbau der Rhenus-Gruppe zu verstehen. Durch die vielen dezentralen Einheiten und die vielfältigen Geschäftsfelder ist das sehr komplex. Zudem sorgt die schlanke Struktur dafür, dass es kein formales Handbuch oder ähnliches gibt, wer für was der richtige Ansprechpartner ist. Der Aufbau eines informellen Netzwerks ist daher sehr wichtig. Für mich konkret bedeutet das, in der ersten Zeit viele Leute kennenlernen zu dürfen, dafür wurde mir vom Unternehmen die notwendige Zeit eingeräumt und das ist ja auch eine sehr spannende Geschichte. Die Einstiegszeit wurde mir auch von meinem Team erleichtert, denn die haben mich offen empfangen, sodass ich mich schnell wohlgefühlt habe. Sie halten mir den Rücken frei, das gesamte Team ist sehr engagiert. Alle haben ein äußerst fundiertes Fachwissen und machen einen richtig guten Job, darauf kann ich mich jederzeit verlassen.

Was bringt am meisten Spaß in diesem anspruchsvollen Job?

Mir gefällt besonders gut, dass ich in einem Aufgabenfeld arbeite, das mir persönlich viel Spaß bereitet. Das wird auch dadurch gefördert, dass ich die Möglichkeit erhalte, meine Ideen einzubringen und so Themen aktiv mitzugestalten. Und natürlich trägt auch mein großartiges Team mit seiner engagierten Arbeitsweise dazu bei. Zudem merke ich, dass ich mich mit Rhenus identifiziere. Ich fühle mich eher als „Rhenus-Mensch“ und weniger als „Controlling-Mensch“. Dazu trägt natürlich auch bei, dass Rhenus ein familiengeführtes Unternehmen ist.

 Und wie sieht es mit Chancen und Perspektiven aus?

Zum einen bietet Rhenus mir die Chance, mich in einem wachsenden Unternehmen in einer kaufmännischen Funktion weiterzuentwickeln. Zum anderen kann ich aber auch das Wachstum und die Entwicklung aktiv mitgestalten. Darüber hinaus hat Rhenus mir immer die Zeit gegeben, Unternehmen, Prozesse und Leute näher kennenzulernen - auch im Logistikbereich, mit dem ich in meinem bisherigen Berufsleben nur flüchtige Berührungspunkte hatte. Das ist für mich die beste Basis, um mein Controlling-Fachwissen zielführend einzubringen.