Schwer beeindruckt: Unsere Logistik-Kompetenzen lassen Kunden europaweit staunen.

Eine komplette Industrieanlage nach Russland transportieren, innerhalb eines Monats – so lautete der Auftrag für Rhenus. Wir haben ihn angenommen und mit gebündelter Kompetenz erfolgreich umgesetzt. Über mehrere Länder und Grenzen hinweg, zu Lande und zu Wasser, mit Spezialtransportern und besonders motivierten Mitarbeitern. Wie sie dieses außergewöhnliche Projekt erlebt und welche Rolle sie dabei gespielt haben, lesen Sie in den folgenden Stories – aus vier verschiedenen Perspektiven.

Operativer Hafenmitarbeiter im Arbeitskontext mit Hafen im Hintergrund

Alles aus einer Projekthand: von der Anfrage über das Angebot bis hin zur Koordination.

Besondere Ladungen erfordern besonderes Know-how. Dieses musste der Projektleiter bei Spezialaufträgen wie diesem mitbringen. Schließlich ging es um eine Reihe von heiklen und komplexen Aufgaben, die gelöst werden mussten, noch bevor sich der erste LKW in Bewegung gesetzt hatte. Nachdem uns bekannt war, welche Güter transportiert werden mussten, ging es darum, die optimale und kostengünstigste Transportroute zu ermitteln und mögliche Transportrisiken zu prüfen. Hierzu nahm der Projektleiter Kontakt zu lokalen Partnern auf, deren Angebote es zu bündeln und zu koordinieren galt. Eine wesentliche Herausforderung dabei war: Die Ladungen kamen nicht nur aus verschiedenen Ländern, sondern mussten auch auf unterschiedlichen Transportmitteln wie Schiff und Schwerguttransporter ans Ziel gebracht werden. Es mussten Transporte aus Portugal, Spanien und Dänemark nach Russland organisiert werden, die Anschluss- und Übergabepunkte der Güter festgelegt und alle Termine miteinander abgestimmt werden. Hier war eine umso präzisere Planung nötig, bei der die Projektleitung auch persönlich vor Ort in Russland gefordert war: Der Projektleiter ist beispielsweise Strecken abgefahren, um schwierige Passagen und Baustellen zu lokalisieren und hat sich um wichtige Zollangelegenheiten zu kümmern. Entsprechend groß war die Verantwortung, die jederzeit beim Projektleiter lag.

Nachts Meter gemacht: Trainees als Transportbegleitung der besonderen Art.

Bei solch einem Großtransport dabei zu sein, war auch für unseren Trainee ein echtes Erlebnis. Als Teil des Projekt-Teams hatte er bereits die Auftragsvergabe mitbegleitet und war unter anderem für die Erstellung des Angebots, die Absprache mit Behörden zwecks Transportgenehmigungen sowie die Beauftragung eines Streckenprotokolls zuständig. Dann kam der spannendste Teil – die persönliche Begleitung des Transports vor Ort. Nach einer Prüfung mit dem Projektleiter, ob der bisherige Transport per Binnenschiff ohne Schäden erfolgt ist, konnten die Anlage auf Spezialtransporter verladen und gesichert werden. Jetzt konnte es losgehen! Wegen der Abmessungen sowie der Geschwindigkeitsbegrenzung durfte der Schwerlasttransport erst ab 22 Uhr durchgeführt werden – nicht nur für Trainees eine eher ungewöhnliche Arbeitszeit. Für den Transport mussten Straßen gesperrt und Brücken überquert werden. Ohne ein detailliertes Streckenprotokoll mit allen wichtigen Informationen zu möglichen Hindernissen wäre eine solche Herausforderung kaum zu bewältigen. Fünf Stunden und etliche Brücken, Kreuzungen und Kurven später war die Anlage am ersten Ziel angekommen: dem Zollamt, wo am Folgetag die importierte Ware angemeldet wurde. Anschließend erfolgte das Abladen der Anlagenteile mithilfe eines Krans – geschafft! Dass für Projekte dieser Größenordnung und Komplexität eine optimale Organisation entscheidend ist, ist klar. Denn: Selbst kleinste, unberücksichtigte Hindernisse können den Transport gefährden. Für Trainees mit einer ordentlichen Portion Selbstständigkeit und Lust, Verantwortung zu übernehmen, sowie einer zielorientierten Arbeitsweise genau die richtige Herausforderung.

Eine volle Ladung Kompetenz: Unsere Fachkräfte vor Ort sorgen für den sicheren Umschlag.

Sämtliche Ladungen für die in Russland geplante Industrieanlage waren per LKW und Seeschiff unterwegs. Um den Transport bestmöglich koordinieren zu können, wurden alle an einem gemeinsamen Terminal in Russland gebündelt. Hier galt es, die Packstücke auf ein Binnenschiff zu laden und sie zu Wasser weiter in Richtung Zielort zu transportieren. Dabei war besonderes Fingerspitzengefühl gefragt: Die teils tonnenschwere Ladung musste zentimetergenau verstaut werden. Kein Problem für das erfahrene Team aus Hafenarbeitern: Von der Reling und den verschiedenen Kränen aus sowie im Schiff selbst sorgten sie dafür, dass alles Hand in Hand ging, damit eine kurze Liegezeit des Schiffs gewährleistet werden konnte. Nach der Entladung wurden die Packstücken auf eventuelle Transportschäden kontrolliert und anschließend nach genauem Stauplan auf ein Binnenschiff verladen. Dann ging es für das Schiff auf zweiwöchige Reise. Was Rhenus Hafenarbeiter auszeichnet? Sie führen Warenumschläge mit höchster Aufmerksamkeit durch, achten dabei auf jedes Detail und packen kräftig mit an.

Führen, leiten, entscheiden: Als Geschäftsführer das Logistik-Business vorantreiben.

Im Geschäftsfeld Projects gibt es zwei Geschäftsführer – sie leiten insgesamt über 20 Niederlassungen in mehr als 15 Ländern. Wer für welches Land – und damit für welches Projekt – zuständig ist, richtet sich nach den logistischen Stärken und Erfahrungen des einzelnen. Während des Projektes gehörten zu seinen Funktionen: Die erste Sichtung und Einschätzung der Projektausschreibung gemeinsam mit dem Landesverantwortlichen, der anschließende Entwurf einer Transportstrategie sowie die Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie für die Kundenanfrage. Diese Entwicklungsphase kann bei Großprojekten wie diesem bis zu zwei Jahre dauern. Als Geschäftsführer ist man natürlich auch bei den späteren Vertragsverhandlungen mit am „Tisch“ und übernimmt die finale Vertragsprüfung – zusammen mit der Rechts- und Versicherungsabteilung. Und wie unterscheiden sich die Aufgaben des Geschäftsführers von denen des Projektleiters? Während sich letzterer schwerpunktmäßig um den Kontakt zu Lieferanten, Partnern und Ämtern kümmert, hat der Geschäftsführer die letzte Entscheidungskompetenz inne und überblickt das Projekt-Controlling. Er sollte daher über ausreichend unternehmerisches Denken, Konzeptionsstärke und Entscheidungsstärke verfügen.

Fakten auf einen Blick

Projektleitung

  • legt fest, mit welchen Verkehrsträgern transportiert wird
  • prüft Kosten, Wege und Risiken
  • holt Angebote von Partnern ein
  • kümmert sich um Übergabe und Termine
  • regelt Zollangelegenheiten
  • führt finale Übergabe durch
  • übernimmt volle Projektverantwortung

Fakten auf einen Blick

Trainee

  • ist Teil des Projekt-Teams
  • bearbeitet Kundenanfrage und unterstützt bei der Angebotserstellung
  • beauftragt Streckenprotokolle
  • begleitet den Transport persönlich
  • ist bei Be- und Entladung dabei

Fakten auf einen Blick

Operative Hafenlogistik

  • übernehmen Be- und Entladung am Hafen
  • kontrollieren Fracht auf Schäden
  • richten sich nach Ladeplänen
  • sorgen für sicheren Weitertransport

Fakten auf einen Blick

Geschäftsführung

  • steuert mehrere Niederlassungen in verschiedenen Ländern
  • sichtet Ausschreibung mit Landesverantwortlichen
  • handelt Verträge mit Auftraggeber aus
  • prüft Verträge mit Rechts- und Versicherungsabteilung
  • überblickt die unternehmerischen Kennzahlen