Brücke in die Zukunft:
Nur wer Mut zeigt, bleibt wettbewerbsfähig.

Einen kleinen Kohleanleger und Umschlaghafen für Natronlauge hat Rhenus zu einem der größten Kohleterminals Deutschlands ausgebaut. Heute können an der Niedersachsenbrücke in Wilhelmshaven Massengutschiffe im XXL-Bereich anlegen und ihre energiereiche Ladung löschen. Ein ambitioniertes Projekt, das viel Engagement erforderte – aber auch jede Menge neue Chancen eröffnet. Erfahren Sie mehr darüber, was unsere Mitarbeiter beim Ausbau des Kohleterminals bewegt hat und auch heute immer wieder begeistert.

Zwei Hafenmitarbeiter im Austausch

Mit voller Energie dabei: Wie man als angehender Betriebsleiter den Ausbau eines Kohleterminals erlebt und begleitet.

Bereits als Projektkoordinator war der angehende Betriebsleiter von Beginn an in das Projekt eingebunden. Bei Investitionsvorhaben dieser Größenordnung sind es oft die kleinen Dinge, die besondere Aufmerksamkeit erfordern. So zum Beispiel unzählige Anträge für Bau- und Betriebsgenehmigungen, die allein für einen Teilabschnitt 28 Ordner füllten. Oder zahlreiche Behördengespräche, die der spätere Betriebsleiter gemeinsam mit der Geschäftsführung zu bewältigen hatte. Neben dem Genehmigungsmanagement übernahm er auch die wichtige Aufgabe der Budgetüberwachung und kümmerte sich um die Lösung technischer Detail-Fragen, wie zum Beispiel: In welchen Abständen sollen später die Bandanlagen stehen? Welche Materialien sind zu verwenden, um eine ausreichende Haltbarkeit zu gewährleisten? Was muss bei der geplanten Mischung von Kohle beachtet werden? Besonders das Thema Arbeitssicherheit spielte während der Projektphase eine große Rolle. Hier musste ständig kontrolliert und überprüft werden, ob alles den Normen entsprach und korrekt errichtet wurde. Deshalb fand in dieser Phase ein Großteil der Tätigkeiten des Projektkoordinators auf der Baustelle statt. Im Anschluss an den Ausbau des neuen Terminals an der Niedersachsenbücke übernahm er schließlich die Verantwortung als Betriebsleiter für die Terminals in Wilhelmshaven. Außerdem ist er heute für das Qualitätsmanagement, die Ressourcenplanung sowie vertragliche Themen zuständig. Ein Gesamtpaket an spannenden Aufgaben, für die es vor allem viel Engagement und Branchenkenntnisse braucht.

Wissen über Kohle: Damit punkten unsere Vertriebs-Profis bei Bestands- und Neukunden.

An dem neu ausgebauten Kohleterminal befinden sich zwei Kraftwerke von Energieversorgern, mit denen Rhenus seit vielen Jahren zusammenarbeitet. Außerdem werden von hier weitere Steinkohlekraftwerke und Verbraucher in Deutschland und in Nachbarländern mit Ganzzügen versorgt. Für den Vertrieb an diesem Standort bedeutet das: eine starke Konzentration auf die Ansprache von Neukunden, aber auch die Betreuung des Bestandskundengeschäfts. Was man als Vertriebler in diesem Bereich wissen muss: Welche Arten von Kohle mit welchen Eigenschaften und Qualität es gibt, wo die Kohle herkommt, wer die Verbraucher sind und wie die Kohle verbraucht wird, welche Vor- und Nachteile bestimmte Transportmittel haben und wie die Verschiffungsmöglichkeiten sowie die weiteren Logistikwege aussehen. Dazu gehören aber auch die Kenntnisse über die Möglichkeiten der eigenen Anlage – wie die Umschlagleistung oder die Lagerplatzverfügbarkeit. Wissen, das für einen Vertriebler in dieser Branche unentbehrlich ist, wenn sich der Standort bei potentiellen Kunden oder auf Messen und anderen Veranstaltungen präsentiert. Auf Basis seines Know-hows zum Thema Kohle kann unser Vertriebsteam beispielsweise die Stärken und Vorteile von Rhenus hervorheben und passende Logistikkonzepte entwickeln. Zudem sind gerade beim Kohlevertrieb enge Abstimmungen zwischen dem Vertrieb und dem operativem Geschäft für die Erreichung der Kundenzufriedenheit wichtig. Sehr gute Branchenkenntnisse sowie eine ausgeprägte Kommunikationsstärke sind deshalb entscheidend, will man im Vertriebsbereich von Rhenus erfolgreich sein.

Immer zur Stelle: Unser Profi-Team für die Wartung und Instandhaltung des Terminals.

Ein Hafen schläft nie: An einem Terminal wie der Niedersachsenbrücke werden fast durchgehend Schiffe entladen, Kräne bewegt, Züge beladen oder Kohle gemischt. Für das Techniker-Team vor Ort heißt das, 24 Stunden Augen und Ohren offenhalten, immer zur Stelle sein, wenn Probleme auftreten oder Reparaturen notwendig sind. Deshalb halten zwei der insgesamt 15 Teammitglieder – 10 Mechaniker und 5 Elektriker – jede Nacht Rufbereitschaft. Um mögliche Störungen bereits im Vorfeld zu vermeiden, werden die einzelnen Anlagen und Fahrzeuge anhand eines Wartungsplans regelmäßig geprüft. Ob es beispielsweise um die Waggon-Beladeanlage, die Förderanlagen für Kohle, Maschinenanschlüsse, Steuerungselemente oder das Heizungssystem geht: Jeder Handgriff muss sitzen, sonst kommt es zu kostspieligen Ausfallzeiten. Umso wichtiger ist es, dass alle Mechaniker und Elektriker bestens mit der Anlage vertraut sind. Sie kennen alle ihre Tücken und unterstützen die Prozesse vor Ort mit ihrem technischen Know-how. Was Techniker in diesem Umfeld auszeichnet, sind vor allem eine große Flexibilität sowie eine selbständige Arbeitsweise.

Beim An- oder Ablegen: An unseren Auszubildenden kommt kein Kapitän vorbei.

Klarierung bezeichnet alle Formalitäten, die ein Schiff bei einem Hafenanlauf erledigen muss. Dazu gehört die operative Koordination zwischen der Schiffsleitung und allen Beteiligten an Land sowie das An- oder Abmelden der Ladung und Besatzung bei den zuständigen Ämtern und Behörden. Auf deren Basis kann zum Beispiel erst die Erhebung von Gebühren, Steuern und Abgaben erfolgen. Auszubildende übernehmen während ihrer Station in der Abteilung Klarierung eine Reihe verantwortungsvoller Aufgaben und lernen dabei die einzelnen Abläufe kennen. Gemeinsam mit ihrem Team werden Sie von der Reederei mit der gesamten Klarierung eines Schiffs beauftragt und fungieren dabei als zentrale Ansprechpartner für alle Beteiligten – die Reederei, die Besatzung, die Behörden sowie den Umschlagsbetrieb im Hafen. Nach der Beauftragung wird von den Auszubildenden ein Schiffskonto angelegt, auf das alle Kosten und Gutschriften gebucht werden, die beim Aufenthalt im Hafen anfallen. Außerdem erstellen sie alle Dokumente und Unterlagen für die Eingangsklarierung. Hat das Schiff im Hafen angelegt, geht es für die Auszubildenden zusammen mit dem Zoll an Bord des Kohleschiffs: Hier werden in Kooperation mit dem Kapitän die erforderlichen Zollformalitäten erledigt, anschließend folgt die Abstimmung zwecks Lieferung, Leistung und Bestellung für das Schiff – ebenfalls mit dem Kapitän. Alle an Bord aufgenommenen Dokumente und Informationen werden dann von ihnen im System erfasst. Während des Aufenthalts im Hafen müssen alle Parteien laufend über die Arbeitsfortschritte informiert werden. Steht das Ablegen des Schiffs an, müssen hierfür entsprechende Dokumente erstellt und an Bord vom Kapitän abgezeichnet werden. Nach Verlassen des Hafens beginnt für die Auszubildenden die Nachbearbeitung: Sie umfasst die komplette Abrechnung aller angefallenen Kosten und den finalen Versand der Gesamtrechnung an die Reederei. Für dieses breite Aufgabenspektrum ist es besonders wichtig, präzise zu arbeiten sowie Spaß am Umgang mit Menschen und Zahlen zu haben.

Fakten auf einen Blick

Betriebsleitung

  • übernimmt Genehmigungsmanagement
  • überwacht Budgets
  • klärt technische Fragen
  • etabliert Maßnahmen zur Arbeitssicherheit
  • leitet Umschlagsterminals
  • managt Ressourcen, Qualität und Verträge

Fakten auf einen Blick

Vertrieb

  • spricht Neukunden an
  • entwickelt Logistikkonzepte
  • betreut Bestandskunden
  • stimmt sich mit operativem Geschäft ab
  • repräsentiert das Kohleterminal auf Messen

Fakten auf einen Blick

Technik

  • ist für Wartung und Instandhaltung zuständig
  • hält Rufbereitschaft
  • kennt sich bestens mit Anlage aus
  • befolgt Wartungsplan
  • überprüft, repariert und justiert

Fakten auf einen Blick

Auszubildende

  • ist für Ein- und Ausgangsklarierung zuständig
  • legt Schiffskonten an
  • ist Ansprechpartner für Reederei, Behörden, Besatzung & Hafen-Terminal
  • erledigt Zollformalitäten
  • erfasst Dokumente und Rechnungen
  • erledigt Gesamtabrechnung